Handball E-Jugend - Turnier in Heidingsfeld

Kurioser Turnierverlauf

Mit 17 Kindern - 13 Jungs und 4 Mädchen - wollten wir nach Heidingsfeld fahren und hatten zwei Mannschaften gemeldet. Dann schlug die Grippe zu und am Ende kam noch vieles mehr anders als geplant.

Eine so gute Turnierbeteiligung hatten wir in dieser Saison noch nicht: mit immerhin 17 von 19 Kindern waren fast alle mit an Bord und so meldete ich frohen Mutes zwei Teams zum Turnier. Spielpraxis satt für alle stand in Aussicht, und so wurden die 2008er Kinder als Team 1 für die starke und die 2009er Kinder als Team 2 für die schwache Gruppe eingeteilt.

Team 1 ist Team 2 und umgekehrt

Nachdem der Spielplan versandt wurde, und Team 1 mit Giebelstadt, gegen die wir beim letzten Turnier deutlich verloren hatten, und Mainfranken 1, die beim letzten Turnier alle Spiele gewonnen hatten, in einer Gruppe war, schien für mich alles klar und ich gab die Aufteilung an die Eltern bekannt. Doch leider dachte der Turnierveranstalter anders und hatte Team 2 in die starke Gruppe und Team 1 in die schwache Gruppe eingeteilt. Das Trainerteam der HSG Mainfranken, einer der zwei anderen Vereine, die außer uns mit zwei Teams antraten, hatte dies offenbar auf Nachfrage noch im Vorfeld herausgefunden und informierte uns glücklicherweise schon während unseres ersten Spiels darüber. Doch leider zu spät, um die Spieler noch entsprechend einsetzen zu können.

Denn nachdem unsere Teams am Sonntag Grippe-bedingt auf 2×7 Spieler geschrumpft waren, mussten wird bereits wegen der Auswechselei improvisieren. Wir konnten zwar schon mit 10 Spielern um kurz vor 10 Uhr in die gedacht starke Gruppe starten, doch leider waren die restlichen 2009er Kinder, der Kern unseres schwächeren Teams, für die am Ende ja schwere Gruppe erst gegen kurz vor Zwei Uhr eingeplant. Immerhin konnten wir noch die letzten beiden Spiele der schwächeren Gruppe mit einem formal korrekten zweiten Team bestreiten, die starke Gruppe bestritten wir dann mit einem Mix as dem, was zum Ende noch übrig blieb …

Toll, bei den Großen mitzuspielen

Die 2008er Jungs zu überreden, bis zum Schluss für die starke Gruppe zu bleiben, war für die Kinder kein Problem und die Eltern waren nachsichtig ;-) Doch ausgerechnet zwei unserer verbliebenen drei Mädchen konnten nicht mehr bis zum Schluss bleiben, so dass wir keine zwei Mädchen mehr stellen konnten.
Fortuna war uns allerdings treu und wir bekamen Unterstützung von einem unserer Mini-Mädchen, die ohnehin nach Ostern in unsere E-Jugend wechseln würde. Sie hatte gleich auch richtig Spaß, spielte toll mit und bekam richtig viel Spielpraxis. Und auch die Großen haben sie gut ins Spiel eingebunden. Einfach klasse.

Munterer Spielertausch

Um das Problem mit der ungewollt unterschiedlichen Spielstärke in der ersten Gruppe zu regeln, haben wir dann mit unseren jeweiligen Gegnern SpielerInnen ausgetauscht. Im ersten Spiel gegen die SG Dettelbach / Bibergau, in dem unser Missverständnis aufgeklärt wurde, haben wir, nachdem der Spielstand schon recht früh ziemlich deutlich war, mit allen Mädchen gespielt und den Jungs die Weisung gegeben, keine Tore mehr zu werfen, sondern unsere Mädels spielen und die Tore werfen zu lassen. Leider ging es am Ende mit 8:0 viel zu deutlich aus, sorry dafür an das gegnerische Team, das zudem mit ganz wenigen Spielern angetreten war. Wir konnten ihnen dafür im weiteren Turnierverlauf mit Spielern und Torhütern aushelfen.

Verletzungspech

Gegen Mainfranken und Giebelstadt konnten wir dank des Spielertausches recht enge Spiele bewundern, lediglich gegen den HSV Bergtheim 2 ist uns das nicht so gelungen. Gegen den HSV Bergtheim 1 spielte dann unser „echtes“ Team 2, und dann schlug das Verletzungspech zu. Im Spiel gegen Marktsteft trat ein gegnerischer Spieler einem unserer 2009er Jungs unglücklich auf den Knöchel, so dass er für den Rest des Turniers pausieren musste. Im Spiel gegen Mainfranken wurde einer unserer 2008er Jungs im Laufen gefoult uns prellte sich die Wurfhand, so dass er für den Rest der starken Gruppe ausfiel. Dann rannten sich zwei unserer 2008er Jungs auf dem Flur selbst über den Haufen, so dass einer mit Nasenbluten eine Zwangspause bis zum Schluss verordnet bekam. So wurde dann aus Team 1 eher wieder ein Team 2, den Betroffenen geht es zum Glück schon wieder besser.

Danke an alle

Danke an die Eltern für die Flexibilität und den am Ende sehr langen Sonntag, sorry an die anderen Teams für das Missverständnis und beide Daumen hoch für die Mannschaften, die mit uns ihre SpielerInnen getauscht haben. Dass dies so unkompliziert geklappt hat, ist phänomenal und ganz im Sinne des Mottos Spielerlebnis geht vor Spielergebnis. Mein Eindruck war zumindest, dass es allen Kindern – nach Überwindung der ersten Berührungsängste – Spaß gemacht hat. Auch wenn es etwas ungewöhnlich ist, gegen sein eigenes Team zu spielen, so haben sich die Kinder gut eingefügt und toll gespielt. Diese Erfahung hatten wir ja schon im letzten Jahr mit diversen Vereinen gemacht. Ein Gewinn für Alle.
LB

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