Unser Spieler Dominik Schmitt im MainPost Interview

Aus MainPost;  19.09.2019 aktualisiert: 19.09.2019
AUTOR : Jörg Rieger

Dominik Schmitt startet durch

 

 Porträt über den Defensivakteur Dominik Schmitt vom TSV Lengfeld aus der Fußball Landesliga.
Das Interview fand auf der Dachterasse der FH Würzburg statt.

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Foto: Thomas Obermeier

Dominik Schmitt vom TSV Lengfeld weiß, was er will. Soeben hat er sich an der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt (FHWS) für Betriebswirtschaftslehre eingeschrieben. Über eine Ausbildung und die Berufsoberschule hat der kürzlich 21 Jahre alt gewordene Innenverteidiger das Fachabitur gebaut. Seit dieser Saison startet Schmitt auch fußballerisch durch.

Stammplatz für den Neuzugang

In nur wenigen Wochen nach seinem sommerlichen Wechsel vom Kreisligisten SV Bütthard in den Würzburger Stadtteil hat sich der Blondschopf einen Stammplatz in der Landesliga erkämpft. Bei der Nullnummer in Geesdorf am letzten Samstag spielte er mit seinem neuen Klub erstmals hinten zu Null. "Es wurde auch Zeit", sagt Schmitt hoch oben in der FHWS-Cafeteria: "Diesmal hat die ganze Mannschaft viel besser verteidigt als zuletzt."

Im Match davor setzte es nämlich gegen die FT Schweinfurt zu Hause gleich sechs Gegentreffer – und im vorletzten Heimspiel auch schon deren vier. "Das war eindeutig zu viel. Als die Freien Turner ihr erstes Tor geschossen haben, war bei uns sofort die Verunsicherung zu spüren", gesteht Schmitt, der die TSV-Abwehrkette gemeinsam mit dem nur ein Jahr älteren Jeremias Hofmann organisiert. "Wir ähneln uns von der Spielweise und versuchen, auf dem Feld viel zu sprechen." Schmitt, der an die 1,90 Meter misst, lebt von seinem Stellungsspiel und der Kopfballstärke. Gerade im Spielaufbau gebe es sicherlich Luft nach oben, so der Jungstudent, der noch im Büttharder Ortsteil Höttingen wohnt und als fünfjähriger Steppke beim SVB mit dem Fußball begonnen hat.

Zurück zum Heimatverein

Zur U 17 wechselte Schmitt in die Jugend des Würzburger FV. Als Christian Steinmetz in Bütthard Spielertrainer geworden ist, kehrte er 2017 zurück – und bildete mit ihm das Innenverteidiger-Duo. "In dieser Zeit habe ich sehr viel gelernt", erzählt Schmitt. Im ersten Jahr bei den Aktiven gelang ihm mit seinen Bütthardern gleich der Kreisliga-Aufstieg. Im Toto-Pokal war erst im Kreisfinale Endstation.

Als sich in seinem Heimatverein ein großer Umbruch abzeichnete und Lengfelds Trainer Michael Hochrein bei ihm anfragte, ging alles ganz schnell. "Wir waren uns sofort einig. Als kleiner Junge habe ich mal bei seiner Fußballschule mitgemacht", berichtet Schmitt, der ohnehin nochmals höherklassig angreifen wollte.

Dass es nach einem ordentlichen Saisonstart der Lengfelder (15./11) zuletzt nicht eben rund lief, hat für den Abwehrrecken unterschiedliche Gründe – fehlende Spieler in der Urlaubszeit, jugendliche Unerfahrenheit und der nicht funktionierende Kopf, wenn es erst einmal schlecht läuft. "Ich hoffe, dass wir in Geesdorf den Negativtrend gebrochen haben. Schließlich hätten wir dort auch ohne weiteres gewinnen können, wenn wir bei einem unserer Konter erfolgreich gewesen wären." Schon jetzt merkt man Schmitt die Vorfreude auf die drei Derbys hintereinander Anfang Oktober an: Höchberg (6. 10.), Unterpleichfeld (13. 10.) und Kleinrinderfeld (20. 10.).

 

Den sonntäglichen Gast aus Lichtenfels (11./13) weiß Schmitt dagegen nicht so recht einzuschätzen. Die Oberfranken wurden aus der Nordost-Staffel umgruppiert, haben einen klassischen Fehlstart hingelegt – und ließen zuletzt mit zwei deutlichen Heimsiegen aufhorchen. "Wir müssen defensiv wieder so stabil stehen wie in Geesdorf. Vorne gelingt uns diesmal bestimmt wieder etwas", hofft Schmitt, der nach eigener Aussage hervorragend ins Mannschaftsgefüge aufgenommen worden ist.

 

Als Einstand durfte er sich genau wie die anderen Neuzugänge am Mikrofon versuchen. Was er denn zum Besten gegeben hat? "Wonderwall" von Oasis. Dieses englische Wort hat keine feste Bedeutung, wird aber auch als "mein Bollwerk" übersetzt. So passt der Liedtitel ganz gut zu Schmitt’s Rolle auf dem Rasen bei seinem neuen Verein, dem TSV Lengfeld.

AUTOR: Jörg Rieger

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