Herren II - Großer Spieltag, große Erkenntnis?

Wer spielte wie gegen wen?
TSV Lengfeld II – TV Trennfurt 1:3 (21:25, 19:25, 26:24, 12:25)
TSV Lengfeld II – TUS Frammersbach 3:1 (25:20, 25:21, 23:25, 25:18)
Für den TSV Lengfeld II spielten:
Daniel Kölling, Matthias Aigner (Zuspiel), Jannik Stebani (Libero), Andreas Schwarz (Diagonal), Tobias Huber, Patrick Schwarz (Mittelblock), Matthis Brux, Denis Elbert, Julian Hack, Moritz Reschke (Außenangriff), Nils Stender (Mittelblock/Diagonal), Leander Brenzel (Außenangriff/Mittelblock)

Welche Szene durften Sie auf keinen Fall verpassen?
Das Positionsroulette im Spiel gegen den TV Trennfurt. Der Gastgeber und Tabellenführer aus Trennfurt, der letztes Jahr noch gegen den Abstieg spielte, hat seine beiden Mannschaften neu orientiert und mit ehemaligen Hochligenspielern verstärkt. Es entwickelte sich ein Spiel, bei dem sich Lengfeld immer wieder einem schnellen Rückstand einhandelte, sich aber mehrmals bis zum Ausgleich wieder herankämpfte. Doch ähnlich wie ein Boxer, der nach einem Knockdown aufsteht, nur um nochmals aufs Maul zu bekommen, stellte Trennfurt nach jedem Lengfelder Ausgleich, den alten Abstand schnell wieder her. Mit normalen Mitteln war diese Mannschaft nicht zu schlagen, so griff Trainer Martin Wolf in seine Zufallsgenerator-Trickkiste und bot im dritten Satz mit Nils Stender und Leander Brenzel ein Mittelblocker-Duo auf, das so noch nie zusammen auf dieser Position gespielt hatte. Leider haben sich im weiteren Verlauf des Spiels zahlreiche positionelle Niederlagen zu einer Gesamtniederlage zusammenaddiert und man verlor letztendlich verdient mit 1:3 gegen den TV Trennfurt.

Welche Szene(n) konnten Sie mit gutem Gewissen verpassen?
Die zahlreichen Bälle, die bauernmäßig ohne Berührung auf den Boden fielen. Die Lengfelder Schule hat schon lange die Philosophie einer soliden Grundausbildung. Leider kann man immer seltener eine technische Überlegenheit ausnutzen und in einen Sieg umwandeln. Bedeutet im Gegenzug, sollte ein Gegner einen Spielstil á la Ball über die Schnur spielen, so passt sich Lengfeld chamäleonmäßig an. Vielleicht möchte man einfach dazugehören oder den Zuschauern ein spannendes Spiel bieten, doch würde es der Mannschaft doch guttun, Überlegenheit auch in Erfolg ummünzen zu können. Youtube-Highlightvideos beinhalten schließlich auch die Knaller des Spieltags und keine Upps-die-Pannenshow-Momente.

Wer stand im Blickpunkt?
Die Eltern eines anonymbleibenden Spielers. Nette Menschen, kamen nach dem Spieltag noch mit zum Essen. Sind nicht geschockt von den Witzen des Sohnes, ungeachtet deren eventuell vulgären Inhalts. Dufte Typen, diese Familie Reschke. Upps.

Worüber reden nach dem Spieltag alle?
Über die Notwendigkeit und Verbesserungen eines solchen Spieltages. Die Bezirksliga Unterfranken beinhaltet diese Saison acht Mannschaften. Da diese Anzahl schwer ohne Rest durch drei teilbar ist, hat man sich entschieden, an diesem Wochenende einen Spieltag in Trennfurt mit allen acht Mannschaften und jeweils zwei Spielen pro Team auszutragen. Der Standort mitten im Nirgendwo ist vielleicht entschuldbar, die Temperatur der Duschen, unter der sich mindestens acht mal sechs = viele Spieler begeben mussten, fast eine Frechheit. Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt und dann noch kalte Duschen. Dazu Diskussionen über den Spielplan mit Mannschaften vor Ort. Hätte man dies nicht im Vorfeld klären können? Eine kurz angedachte vierte Spielrunde wurde glücklicherweise vermieden, so konnte man die mitgebrachten Mutti-Zettel für minderjährige Spieler wieder einpacken.

Was machten die Frauen und anderen Männer?
Die gewannen ihre beiden Spiele gegen den TV Fürth und TSV Ansbach souverän mit 3:0 und 3:1. In Schlagdistanz zur Tabellenspitze setzen die Mädels sich auf dem derzeitigen zweiten Tabellenplatz fest.
Die Herren der Schöpfung verloren in der Bayernliga leider 0:3 gegen den SC Memmelsdorf und suchen weiter nach dem roten Faden, die Kreisligaabteilung gewann deutlich 3:0 gegen den TSV Röttingen und sind weiter ungeschlagener Tabellenführer.

Was war sonst noch wichtig?
- das Burger King im Wertheim Village schließt bereits im 22:00 Uhr, eine für Volleyballspieltage unerreichbare Uhrzeit
- Lengfeld II hat nun zwei Monate Pause und spielt erst am 25.01. gegen Güntersleben und Trennfurt
- etwas früher, nämlich am 07.12. spielt der TSV Lengfeld I zuhause gegen den SC Memmelsdorf I, wir laden herzlich zum Anfeuern ein
- der Name des Astronauten Neil Armstrong lautet rückwärts „Gnorts, Mr. Alien“

Was war das Zitat des Wochenendes?
„Jetzt bringt’s endlich zu Ende, ich kann diese Hackfressen nicht mehr sehen!“
Ein anonymer Beitrag in der Auszeit eines anonymen Spiels

Zurück