Damen I - Auswärtssiege en masse

Gestern mussten wir leider ohne Trainer zum Auswärtsspieltag anreisen. Die Orientierungsprobleme beschränkten sich aber nur auf das Auffinden des Halleneingangs. Mit den Anweisungen des Trainers trat Coach Caro ihr Debut an der Seitenlinie an. In der ersten Auszeit sagte sie, wahrscheinlich mehr zu sich selbst: „Wir bleiben jetzt alle ruhig!“ um dann Auszeit für Auszeit konstruktive Kritik abzuliefern. Im ersten Spiel standen wir Fürth gegenüber nach einer langen Findungsphase in Satz 1 (der Klassiker) zeigten wir dem Gegner in Satz zwei 25:10 mit wem sie es zu tun haben. Nur um dann in Satz drei wieder kurz vor der obligatorischen Satzabgabe (Klassiker Nummer zwei) 25:21 das Spiel zur Abwechslung nicht aus der Hand zu geben.
Gegen Ansbach taten wir uns dann im ersten Satz wieder einmal schwer und gaben den in der Crunch-Time zu 22:25 ab. Aber nachdem wir auch in veränderter Aufstellung wieder ins Spiel gefunden haben, konnten wir die anderen Sätze 25:17, 25:21 und 25:14 für uns entscheiden. Allerdings muss es in diesen Sätzen zu einem Fehler im Punktestand-Gefühl-Kontinuum gekommen sein. Wohl dadurch, dass die Anfangsphasen bis 8 Punkte immer ausgeglichen waren, blieb bei allen konstant das Gefühl einer Knappheit durch den Satz bestehen. Die 5 Punkte-Führungen in der Mitte der Sätze wurden somit von allen gekonnt ignoriert. Aber genau, deswegen haben wir uns mit Freude jeden einzelnen Punkt erkämpft und verdient. Wenn man doch mal nicht weiter weiß, kann man wie Freddi einfach einen Überkopfpoke auf die gegnerische 4 spielen, das erwartet niemand zu keinem Zeitpunkt, ist aber geil. Wenn man dann doch weiß, dass man vorwärts spielen will, kann man wie Kati einen Überkopfangriff einfach mal parallel zum Netz auf die gegnerische 2 schlagen. Dies erfordert grenzenloses Können oder viel Glück (nein Spaß, das wurde im Training geübt. Und genau wegen solcher Umsetzungen der Trainingsinhalte, war unser Trainer ja doch irgendwie trotzdem dabei). Das perfekte Auge bewies Soph, die einhändig gehechtet einen Laser direkt im gegnerischen Feld versenkt hat.

Den vom Trainer aufgetragenen Spaß hatten wir also allemal und freuen uns auf den nächsten Spieltag in zwei Wochen gegen die TGW und dem ersten Rückspiel gegen Katzwang-Schwabach.

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