Volleyball-Herren I

Volleyball-Herren 1 – Eine Rückrunde zum Vergessen

Am vergangen Samstag musste sich die erste Herren-Volleyballmannschaft des TSV in der Relegation zum Verbleib in der Bayernliga gegen die zweite Mannschaft des TSV Zirndorf behaupten und wird nach einer 1:3-Niederlage den Gang in die Landesliga Nordwest antreten.

Schon im Vorfeld stand fest, dass man in Zirndorf nicht das übliche Relegationsturnier mit drei Mannschaften haben wird (die Landesliga Nordost verzichtete auf eine Teilnahme), sondern ein wahres ,,Endspiel“ gegen die Hausherren. Neben dem Langzeitverletzten Schönewolf und dem verlorenen Sohn Jones musste Spielertrainer Hennrich in diesem Spiel nun auch noch auf Hauptmittelangreifer Markus Wolz verzichten. In den zwei Trainings-Wochen seit der bitteren Heimniederlage gegen Volkach stießen daher Philipp und Marco Waigand, sowie das Lengelder-Urgestein Heiko Eisenbacher zur Unterstützung von der zweiten Mannschaft hinzu. Mit Hennrich und Schönewolf an der Seitenlinie startete der TSV zunächst überragend in die Begegnung, allen voran eine starke Blockarbeit war der Garant für eine schnelle 6:1-Führung. Zirndorf schien zunächst beeindruckt, hatte auch bis zum 13:5 das Nachsehen. Ob sich die Mannen aus dem Kürnachtal im weiteren Verlauf dann bereits zu sicher waren oder ob das Umstellen des Zirndorfer-Spiels, weg von harten Schlägen zu vielen Lobs, Drive- und ,,langen“ Bällen ausschlaggebend war, kann wohl keiner so wirklich beantworten. Lengfeld ließ zahlreiche Chancen liegen, den Satz für einen Bayernligisten angemessen zu beenden, ließ die Hausherren am Ende auf 16:20 herankommen, auf 21:21 ausgleichen und auf 25:21 davonziehen. Man hatte das Gefühl, dass nicht einmal die Zirndorfer selbst daran geglaubt hatten, diesen Satz noch für sich zu entscheiden. Auch im Durchgang-Nummer zwei hatte der TSV stets die Nase vorne, nutzte jedoch keine der Gelegenheit sich wirklich abzusetzen. Mit Biegen und Brechen konnte eine Vorentscheidung verhindert und der zweite Satz mit 25:23 gewonnen werden. Das Spiel bis zu diesem Zeitpunkt absolut sinnbildlich für große Teile der Rückrunde. Mal zeigte man eindrucksvoll seine Qualität bei schwierigen Bällen und starkem gegnerischen Block am Netz, allen Voran über die Mittel- und Diagnal-Position, und im nächsten Moment gelingt es nicht, ,,blockfreie“ Bälle tot zu machen. Der dritte Durchgang dann ein stetiges Hin und Her. Als sich die Zirndorfer zum Satzende hin leicht absetzen konnten, kämpfte sich der der TSV zurück und glich zum 22:22 aus. Es folgt die nächste Nummer aus der Kategorie ,,Wenn´s nicht läuft, dann läuft´s nicht“. Lengfeld begeht einen Aufstellungsfehler, verliert Punkt und Aufschlag. Zu diesem Zeitpunkt mehr als unnötig und nicht mehr korrigierbar. Der vorentscheidende dritte Satz geht mit 25:23 an Zirndorf. In Satz Nummer vier dann wieder alles offen für die Mannen aus dem Kürnachtal, bis es wieder auf die magischen 20-Punkte zuging. Man könnte an diesem Samstag-Nachmittag wirklich meinen, dass der TSV Angst vor dem gewinnen hat. Sobald die 20-Punkte-Marke erreicht wurde, gelingt nichts mehr, sei es in der Annahme, der Abwehr, dem Angriff oder dem Block. Vier Angriffsbälle am Ende, die den Satzgewinn und die Siegchance im Tie-Break hätten besiegeln können, brachten nicht den gewünschten Erfolg sondern Zirndorf die Erfüllung des Aufstiegwunsches. Mit 25:22 wurde der Durchgang am Ende an die Gäste gegeben. Ohne die Leistung der Zirndorfer schmälern zu wollen, aber dieses Spiel haben nicht die Zirndorfer gewonnen, sondern die Lengfelder verloren.

Für den TSV Lengfeld spielten: Thomas Göb, Felix Wappler (Außen), Heiko Eisenbach, Janick Sill, Oliver Stöffler (Mitte), Benjamin Kiendl (Zuspiel), Martin Wolz (Diagonal), Philipp Waigand (Libero), Marco Waigand (Univesal), Johannes Schönewolf (Co-Trainer), Bernhard Hennrich (Universal, Trainer).

Sportlich gesehen ist der TSV Lengfeld nun in die Landesliga Nordwest abgestiegen. Es bleibt die geringe Wahrscheinlichkeit, dass man durch das Abmelden einer höherklassigen Mannschaft auch im nächsten Jahr noch Bayernliga spielen wird. Die Enttäuschung bei den Lengfelder ist riesig, auch in Zirndorf trotz fantastischer Unterstützung der eigenen Fans den finalen Matchball nicht genutzt zu haben. In der Summe eine Rückrunde, auf die man nach der aussichtsreichen Position zum Jahreswechsel nur mit Kopfschütteln zurückschauen kann.

 

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