Volleyball-Herren I

Volleyball-Herren 1 – Lengfeld beschert sich Endspiel

Beim letzten Auswärtsspieltag der diesjährigen Bayernliga-Saison beim TV Mömlingen verpasste es die erste Volleyball-Herrenmannschaft des TSV Lengfeld sich bei der 1:3-Niederlage trotz ansprechender Leistung in eine bessere Ausgangslage für den Kampf um den Relegationsplatz zu bringen.

Im Hinspiel hatte man noch knapp gegen den TV aus Mömlingen verloren, am Ende der Hinrunde stand man in der Tabelle sogar vor dem Absteiger aus der Regionalliga. Doch am gestrigen Samstag musste man nun bei einem Team antreten, dass in den letzten sechs Spielen 18 Punkte geholt hat. Die Definition eines ,,Laufs“. Doch die übliche ,,8-Mann-Rumpftruppe“ des TSV wollte alles andere als Kanonenfutter sein, wollte man doch mindestens einen Punkt entführen, um den siebten Tabellenplatz zu sichern. Das Team um Libero-Trainer Hennrich begann auf Augenhöhe, zeigte gleich zu Beginn seine Stärke im Angriff mit Janick Sill (7:5). Doch es folgte etwas absolut Lengfeld-Untypisches. In der Regel wird der Anfang verschlafen, man kämpft sich zurück und verliert trotzdem. Nun hat man dynamisch begonnen und bricht vollkommen weg. Beim 7:11 musste Hennrich die erste Auszeit nehmen, beim 13:21 die zweite. Keiner wusste so recht, warum es den Bruch im Spiel gab. Manchmal klebt einem einfach die Sch**** an der Hand. Kläglich gab man den ersten Satz mit 14:25 an die Hausherren. Das einzig Gute: es konnte nur besser werden! Der zweite Satz gestaltete sich dann ausgeglichen, ehe sich der TSV leicht absetzen konnte (19:16). Mömlingen kämpfte sich zurück und zog auf 20:19 und im weiteren Verlauf 24:22 davon. Lengfeld kämpfte, zwang die Gastgeber beim 24:24 zu einer Auszeit. Man konnte noch einen weiteren Satzball abwehren, doch am Ende war das nötige Quäntchen Glück nicht bei den Mannen aus dem Kürnachtal. Mit 25:27 musste auch der zweite Satz abgegeben werden. Ein schwacher Trost: mittlerweile handelt es sich um eine kämpferisch anspruchsvolle Bayernliga-Partie! Im dritten Satz verhalfen dann Aufschlagserien von Martin Wolz und Felix Wappler dem TSV zu einer frühzeitigen 12:4-Führung. Doch auch hier musste bis zum Ende gezittert werden. Zunächst kam Mömlingen auf 21:20 heran, doch der TSV machte mit 25:22 den Sack zu. Noch ein weiterer Satz! Der vierte Durchgang dann geprägt von zahlreichen, intensiven Ballwechseln. Lengfeld griff hart an, über die Linie, in die Diagonale, versuchte die Mömlinger-Abwehr mit kurzen Lobs in Bewegung zu halten, doch die Gastgeber spielten ihre Stärke im Feld aus. Auch wenn ~90% der langen Ballwechsel am Ende vom TSV gewonnen wurde - der ein oder andere auch durchaus schmerzhaft für so manchen Mömlinger - konnte der TSV keinen Profit daraus ziehen. Man spielte zunächst weiter befreit auf, lag mit 5:1 und 8:5 in Front. Ein kleiner Bruch im Spiel – ein deutlicher ,,Touché-Ball“ wird nicht für Lenfgeld gegeben, statt 9:5 heißt es 8:6 – aber selbst beim 17:16 für die Hausherren war noch alles machbar. Doch dann die Ernüchterung. Wie bereits im ersten Satz brach das Spiel aus der Annahme heraus weg, man musste den TV auf 24:17 ziehen lassen. Nach leichter Schadensbegrenzung wurden dann Satz (20:25) und Spiel (1:3) verloren. Im Nachhinein betrachtet kann man sagen, hätte man den zweiten Satz gewonnen, wäre wohl noch Einiges mehr gegangen. Hätte, hätte….

Für den TSV Lengfeld spielten: Thomas Göb, Felix Wappler (Außen) Oliver Stöffler, Markus Wolz (Mitte), Benjamin Kiendl (Zuspiel), Martin Wolz (Diagonal), Bernhard Hennrich (Trainer-Libero), Janick Sill (Mitte, Außen).

Schaut man auf die Tabelle, sieht man den TSV mit weiterhin 24 Punkten auf dem sicheren siebten Tabellenplatz, zwei Punkte vor dem Tabellenachten aus Faulbach. Was zunächst relativ bequem aussieht, relativiert sich beim Blick auf die letzten Begegnungen am kommenden Samstag. Faulbach, die sechs ihrer insgesamt sieben Siege im Jahr 2017 gefeiert haben, tritt zu Hause gegen die bereits als Absteiger feststehenden Arzberger an. Man weiß in Lengfeld zwar, dass Faulbach durchaus an sich selbst scheitern kann, aber eine Niederlage sollte eher unwahrscheinlich sein. Da der TSV das schlechtere Satzverhältnis hat, genügt ein Punkt am letzten Spieltag nicht. Soll heißen, man muss die Geschichte wiederholen! Wir erinnern nur zu gerne an den Hinrundenabschluss, als der TSV zu Gast beim bis dato ungeschlagenen Tabellenführer aus Volkach war und man die Volkacher mit 3:2 in die Knie zwang. Ein solche Vorstellung am kommenden Samstag und der TSV rettet sich am letzten Spieltag unabhängig vom Faulbacher-Ergebnis. Man hat alles selbst in der Hand! Die Devise ist klar: man raubt Volkach zunächst den ersten Satz und somit jegliche Hoffnung der Gäste auf eine Meisterschaft. Danach einfach nur auf Sieg spielen! Im Sport lebt man für solche Spiele! Das ist in Lengfeld nicht anders und mit Volkach hat man einen Gegner, den man zum Tanz bitten kann. Daher der Aufruf an alle Volleyball-Begeisterten sich am kommenden Samstag, den 18.03.17, um 20 Uhr in der heimischen Kürnachtalhalle einzufinden, um den TSV mit vollem Einsatz zu unterstützen. Für das leibliche Wohl ist wie immer bestens gesorgt!

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