Volleyball-Herren I

Volleyball-Herren 1 – Lengfeld vergibt Big Point

Nach dem erfolgreichen Doppelspieltag vergangene Woche wollten die Volleyballer der ersten Mannschaft des TSV am gestrigen Samstag beim Tabellennachbarn aus Faulbach den Abstand auf Relegations- und Abstiegsplätze vergrößern. Doch eine 2:0-Satzführung sollte gegen die altbekannten Gastgeber am Ende nicht reichen.

Denkt man an die letztjährige Bayernliga-Saison zurück, so bleiben einem Spiele beim TV Faulbach ganz speziell in Erinnerung. Im ersten Spiel der damaligen Saison geriet man 0:3 unter die Räder, im Vornherein musste das Heimrecht aufgrund der Flüchtlingssituation abgetreten werden. Im Rückspiel standen zehn Minuten vor Spielbeginn nur vier Männer auf dem Feld, der Rest noch auf der A3. Der hart erkämpfte 3:2-Sieg war aber damals der Beginn einer eher durchwachsenen Rückserie. Aber nun zurück in die Gegenwart. Das umkämpfte Hinspiel gegen Faulbach konnte man mit 3:1 für sich entscheiden, nun ein Sieg im idyllischen Landkreis Miltenberg und der TSV würde sich weiter Richtung sicheres Mittelfeld befördern. Nach ausgeglichenem Beginn der Partie brachte Kapitän Göb den TSV, erneut ohne Schönewolf und Jones, zur Satzmitte mit seinen gezielten Aufschlägen entscheidend mit 15:11 in Front. Die Lengfelder hielten die Hausherren auf Distanz, mit 25:20 ein Auftakt nach Maß. Auch im zweiten Satz hatte man zunächst die Nase vorne (13:8), ehe sich Faulbach zunehmend in die Begegnung zurückkämpfte. Lengfeld verlor seine Stabilität und sah sich beim 18:21 im Hintertreffen. In der Endphase des zweiten Durchgangs gelang es jedoch Zuspieler Kiendl häufiger seine Mittelblocker Markus Wolz/Oliver Stöffler, sowie Diagonalangreifer Martin Wolz in Szene zu setzen. Ein umkämpfter 27:25-Satzerfolg die Konsequenz. 2:0-Führung, auswärts beim direkten Konkurrenten um den Relegationsplatz. Was kann da noch schiefgehen? Man ahnt es, leider so einiges. Satz Nummer drei gestaltete sich zunächst ausgeglichen (11:11), ehe Lengfeld in der Annahme seinen Faden verloren. Das variable Spiel über Mitte/Diagonal zu diesem Zeitpunkt schwer zu gestalten, die Lengfelder-Außenposition von Faulbach in Block und Abwehr gut verteidigt. 11:19 hieß es auf der Anzeigetafel, als der TSV wieder zum Leben erwachte. Man konnte Faulbach zwar noch etwas ärgern, die Hypothek aber zu groß. Mit 20:25 aus TSV-Sicht verkürzten die Hausherren auf 2:1. Gut, muss es eben der vierte Durchgang richten. Zahlreiche ,,Float-Aufschläge“ von Stöffler, eine stabile Annahme und die nötige Wucht am Netz von den Wolzen-Brüdern lenkten das Spiel zunächst in die gewünschte Richtung (13:8-Führung). Doch es sollte nicht reichen. Faulbach kam im direkten Folgeaufschlag wieder auf 13:12 heran, bis zum 23:23 ein sehenswerter Schlagabtausch. Am Ende wenig spektakulär, 23:24, 23:25…2:0-Führung leichtsinnig verschenkt. Doch im Tie-Break sollte eine Schadensbegrenzung möglich sein? Die Gastgeber starteten besser in den fünften Satz, beim Stand von 6:8 aus Lengfelder-Sicht wurden die Seiten gewechselt. Eine starke Aufschlagserie von Markus Wolz brachte den TSV in Front (11:9). Zwischenbemekrung: Zu diesem Zeitpunkt ging es nicht nur auf dem Spielfeld zur Sache, auch die mitgereiste Lengfelder-Delegation gab auf der Tribüne alles gegen die Faulbacher-Übermacht. Die Miltenberger kamen zurück, gingen mit 12:11 in Führung. Es folgte erneut ein spannender Schlagabtausch. Doch der TSV, mit zahlreichen Matchbällen auf der eigenen Seite, machte sich mit drei Aufschlagsfehlern in der Schlussphase selbst das Leben schwer. Nach gut zwei Stunden Spieldauer entschieden letztendlich die Hausherren den Satz mit 19:17 für sich. Für Lengfeld der Punkt-,,Gewinn“ in diesem Moment ein schwacher Trost.

Für den TSV Lengfeld spielten: Thomas Göb, Felix Wappler (Außen) Oliver Stöffler, Markus Wolz (Mitte), Janick Sill (Universal), Benjamin Kiendl (Zuspiel), Martin Wolz (Diagonal), Bernhard Hennrich (Trainer, Libero).

Der TSV (15 Spiele, 21 Punkte) vergibt wichtige Big-Points im Kampf um Tabellenplatz sieben und muss nun in den ausstehenden drei/(vier) Begegnung weiterhin fleißig auf Punktejagd gehen. Bis zum nächsten Heimspieltag am Sonntag, den 05. März 2017, um 15 Uhr in der heimischen Kürnachtalhalle gegen den VC Eltmann II, wird sich auch zeigen, wie sich der Tabellenachte Faulbach (13 Spiele, 15 Punkte) positioniert. Die Mannschaft bedankt sich für die großartige Unterstützung in des Gegners Halle und freut sich auf den VC Eltmann II. Bleibt zum Schluss ein gutgemeinter Denkanstoß an das Mömlinger-Schiedsrichter Gespann Giegerich/Geiß: Pfeift man nach einem Regelwerk von 2003 kann man durchaus das Spiel einer Mannschaft beeinträchtigen!

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