Volleyball-Herren I

Volleyball-Herren 1 – An manchen Tagen verliert man, an manchen gewinnen die Anderen

Nach der Spielabsage zum eigentlichen Rückrundenauftakt gegen Amberg musste sich die erste Herren-Volleyballmannschaft des TSV nach 6-wöchiger Spielpause am Samstag zunächst beim Tabellenzweiten BSV Bayreuth behaupten, ehe es am Sonntag zum Tabellenschlusslicht nach Neunkirchen ging. Nach zwei Niederlagen und der mageren Ausbeute von einem Punkt bringt man sich zu Beginn der Rückrunde wie im Jahr zuvor erneut in eine prekäre Situation.

Beim Tabellenzweiten und Meisterschaftsaspiranten aus Bayreuth war den Mannen von Trainer Hennrich schon im Vorfeld bewusst, dass es schwer werden würde. Doch wer zum Ende der Rückrunde beim bis dato ungeschlagenen Tabellenführer aus Volkach gewinnen kann, sollte auch in Bayreuth mit ansprechender Leistung Zählbares erzielen können. So zumindest das Wunschdenken. Bereits die Vorzeichen verhießen jedoch nichts Gutes. Hauptaußenangreifer Schönewolf plagt sich seit Jahreswechsel mit Schulterproblemen. Inwiefern der Niedersache in der Rückrunde seine wuchtigen Angriffe zur Schau stellen kann steht bisweilen in den Sternen. Libero Jones gehört am Wochenende ebenfalls nicht zum Kader, Umstellungen waren unumgänglich. Hennrich ließ mit dem gewohnten Zuspieler-/Diagonal-Duo Kiendl/Martin Wolz, sowie Stöffler/Markus Wolz über die Mitte und Göb/Wappler über Außen beginnen. Der angeschlagene Schönewolf fungierte als Libero, Sill und Hennrich selbst waren fürs Erste die Backups auf der Bank. Lange Rede, kurzer Sinn: an einem gebrauchten Tag hatten die desolaten Lengfelder gegen routiniert aufspielende Bayreuther das Nachsehen. Eine kurze und schmerlose 0:3-Niederlage (15:25, 16:25, 18:25) nach einer Stunde Spielzeit spricht für sich, weitere Details zum Spielverlauf fallen in die Kategorie ,,Unnötiges“. Am Ende war man sich einig: Gegen Bayreuth kann man verlieren, auch mit 0:3, aber nicht derartig deutlich.

Sonntagmittag, auf ein Neues mit dem Vereinsbus und einer Fahrtzeit von > 1 Stunde zum nächsten Auswärtsspieltag. Beim punktlosen Tabellenletzten aus Neunkirchen wollte man sich für die Klatsche am Vorabend rehabilitieren und möglichst wie im Hinspiel (3:0) mit drei Punkten vom Feld gehen. Weiß Gott kein Selbstläufer. Die Hausherren, im vergangenen Jahr noch mit einer sehr jungen Truppe in Würzburg aufgelaufen, hatten mit Zuspieler Tschäche und Mittelblocker Heermann diesmal zwei ihrer Routiniers an Bord. Mit ähnlicher Startformation - Sill rotierte für Markus Wolz ins Team - gingen die Mannen aus dem Kürnachtal zu Werke. Nach ausgeglichenem Beginn konnte sich der TSV im weiteren Verlauf des ersten Satzes absetzen und entschied den Durchgang ungefährdet mit 25:19 für sich. Ein Auftakt nach Maß. Neunkirchen präsentierte sich zu diesem Zeitpunkt jedoch bereits in deutlich besserer Manier als im Hinspiel. Im zweiten Durchgang und beim Stand von 3:4 verlor Lengfeld zunächst den Faden, geriet mit 4:11 in Rückstand. Eine Hypothek, die bis zum Satzende halten sollte (17:25). Im Satz Nummer drei dann wieder verkehrte Welt. Der TSV hatte früh die Nase vorne und konnte sich mit dem Satzgewinn (25:17) in eine gute Ausgangsposition bringen. Doch es musste an der Feldseite liegen. Der vierte Durchgang gestaltete sich zu einer nahezu perfekten Kopie des zweiten Satzes. Ein deutlicher Rückstand zu Beginn (4:10) konnte nicht wieder wettgemacht werden, Satz- und Punktverlust besiegelt. In Anbetracht des Spielverlaufs musste man für den Tie-Break mit Seitenwechsel also ein ausgeglichenes ,,Finale“ erwarten und die Statistik behielt Recht. Der TSV startete zunächst wachsam und konzentriert in den verkürzten Satz, mit 4:0 führten man nach Aufschlägen von Kiendl souverän. Mit zunehmender Satzdauer schlichen sich jedoch zahlreiche kleine Fehler ins eigene Spiel. Beim Seitenwechsel (8:7) war Neunkirchen wieder zurück im Spiel. Der TSV zog erneut an, konnte sich mit 13:9 absetzen. Ein Spielstand, den man eigentlich nicht mehr aus der Hand geben sollte. Neunkirchen glaubt an seine Chance, glich zum 13:13 aus und hatte beim 13:14 sogar den ersten Matchball. Mit dem Rücken zur Wand zeigten die Lengfelder ihr Können bei gegnerischem Aufschlag, verpassten es aber bei eigenem Aufschlag sich ausreichend Chancen auf den Sieg zu ersielen. Nach gut zwei Stunden Spielzeit waren es dann letztendlich die Hausherren, die den Satz mit 21:19 für sich entschieden. Geschlagene Lengfelder gratulieren den Neunkirchner zum ersten Sieg in der diesjährigen Bayernliga-Saison!

Für den TSV Lengfeld spielten: Thomas Göb, Felix Wappler (Außen) Janick Sill, Oliver Stöffler, Markus Wolz (Mitte), Benjamin Kiendl (Zuspiel), Martin Wolz (Diagonal), Johannes Schönewolf (Libero), Bernhard Hennrich (Trainer, Außen).

Die aussichtsreiche Position zum Hinrunden-Abschluss ist dahin. Mit nunmehr 16 Punkten aus 11 Spielen ist der TSV nur noch 4 Punkte vom Relegationsplatz entfernt. Eine Situation, die man eigentlich vermeiden wollte. Nach spielfreiem Wochenende – man munkelt dass die Jungs von Trainer Hennrich Training nötig hätten – geht es dann Anfang Februar mit dem Doppel-Auswärtspieltags-Wochenende 2.0 weiter. Am Samstag, den 04. Februar 2017, muss man sich zunächst beim Bamberger Vorortclub Memmelsdorf ab 20 Uhr für die Niederlage im Hinspiel revanchieren, ehe es dann am Sonntag, den 05. Februar 2017, ins Fichtelgebirge geht, wo es ab 15 Uhr gilt, die Verfolger aus Arzberg auf Abstand zu halten. Der TSV bedankt sich für die Unterstützung der vereinzelt nach Bayreuth/Neunkirchen mitgereisten Fans und verspricht in nicht mehr ganz zwei Wochen wieder auf Attacke zu spielen.

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